Kaufen und anpreisen: Live im Konzerthaus Dortmund
Gisbert und seine Band klangen nie perfekter als in dieser jazzaffinen Ummantelung seiner
kleinen, leisen Hits. Unter anderem fehlt auch ‘Melancholie’, aber sie fehlt einem nicht wirklich, denn man kann sich bei den Gisbert-Liveaufnahmen immer so schön in den Liedern suhlen und sich wohlfühlen. Auch wenn es zunächst erschreckend ist, dass hier auch wieder ‘Nichts als Gespenster’ den Albumabschluss übernimmt und Gisbert stellenweise so verletzlich wie noch nie klingt, schaffen es das lange instrumentale Outro und der gebührende Beifall zum Schluss doch noch ein seltsam gemischtfühliges Wohlbehagen herzustellen.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es genau das richtige Album zur Überbrückung der letzten Alben zum neuen Liedergut und sollte absolut nicht als Lückenfüller angesehen werden. Und solltet ihr euch fragen: Sind 10 Lieder eigentlich zu wenig? Ja, sind sie! Mann will nicht, dass es vorbei ist und ich hätte gern ein Gisbert-triple-live-Album und dann noch eins und dann noch eins…

